Wanderung der TVH Wandergruppe im April

Bei etwas kühlem, aber sonnigem und trockenem Wetter starteten 26 Wanderfreunde zur Wanderung ,,Albaufwärts vom Rheinhafen zur Klotz-Anlage". Mit der S1 + S5 fuhren wir bis zum Lameyplatz um dann zu Fuß entlang der Honsellstraße und über die Fußgängerbrücke unseren Startpunkt, den Rheinhafen, zu erreichen. Der Hafen war vom Wasserbau-Ing. Honsell geplant und gebaut worden und ging 1901 in Betrieb. Nach Leopoldshafen und Maxau ist dies der dritte Hafen von Karlsruhe. Durch seine charakteristische Form mit den fünf Becken ist er sogar aus dem AII erkennbar.

Nach dem Verkehrslärm auf dem ersten Stück des Weges war es eine richtige Wohltat beim Rheinhafenbad in die Ruhe des Albweges abzutauchen. Begleitet vom Plätschern des Wassers und dem Gezwitscher der Vögel führte unser Weg durch den herrlich grünen Albwald. Dieser liegt eingebettet vom Hochgestade und dem um 1900 aufgeschütteten Bereich des Hafens in einem kaum wahrnehmbaren kleinen Ta1. Bei einer Gruppe sonnenbeschienener Bänke legten wir eine Pause ein und Günther, Rita und Dieter reichten den Mitwanderern eine kleine Stärkung.

Erfrischt ging es weiter in Richtung Grünwinkel. Dabei kamen wir an der Appenmühle vorbei, die eine der letzten erhaltenen Alb-Mühlen ist. Früher gab es insgesamt 52 Mühlen an der Alb. Heute wird hier kein Korn gemahlen sondern mittels einer Turbine Strom erzeug!  Entlang des Mühlengrabens führte der Weg zum Mühlenwehr und der Brücke zur Thomas-Kirche. An allen interessanten Stellen dieses Alb-Weges stehen gut gestaltete Informationstafeln. Von ihnen erfuhren wir noch weitere Details zu diesen beiden Bauwerken und dass um 1930 bei Baumaßnahmen in Grünwinkel auch Reste einer römischen Siedlung gefunden worden waren. Kurze Zeit später erreichten wir das Gaulsloch und die Albkapelle. Die Kapelle und der daneben stehende große voll erblühte Weichselkirschen-Baum ergaben ein schönes Fotomotiv. Hier und bei den Eiswiesen erfuhren wir mehr über Grünwinkel, die Brauerei Sinner und wie im Winter, durch Fluten der eingedeichten Albwiesen, das Eis für die Eiskeller der Brauerei gewonnen wurde.

Über eine schön gepflegte Kleingartenanlage gelangten wir zu den Brücken des Verkehrsknotens Südtangente-Entenfang. Unter den Brücken sind die Wände mit zahlreichen farbenprächtigen Grafitis ausgestaltet. Da der Weg dort sehr schmal ist, mussten wir als Gruppe sehr aufpassen, da an dem Tag viele sportlich fahrende Radfahrer unterwegs waren. Kurz nach den Brücken gelangten wir an unser Ziel für die Mittagspause. Im Kühlen Krug war für uns ein schöner Raum reserviert. Die reichhaltige Speisekarte bot für jeden Geschmack und Hunger etwas Leckeres.

Die Planung der Wanderung hatte freigestellt: direkte Rückfahrt ab Kühlen Krug oder noch ein Verdauungsspaziergang durch die Günther-Klotz-Anlage bis zur Europahalle. Wie zu erwarten war, kam es damit zu einer Trennung der Gruppe. Aber die Verkehrsbetriebe sorgten dann dafür, dass sich alle wieder in der Bahn nach Hochstetten zusammenfanden und gemeinsam und wohlbehalten diesen Ausflug beendeten.

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